wundern

Aquarell von Christine Euba

wundern

wundern 1231 1680 Martin Knöferl

„Das ist ja auch kein Wunder!“

gern leicht zurückgelehnt, mit zur Schau gestellter Gelassenheit,

leichter Überheblichkeit…,

die sich über das Leben und andere Menschen stellt…

„Ist ja auch kein Wunder!“

Eine Haltung, die mir immer wieder begegnet –

 

Gestern habe ich mich ziemlich gewundert.

Auf meinem Weg kam ich durch Wundersdorf –

„Wundersdorf“

Ein ganz eigenartigen Gefühl hat mich ergriffen.

Wie das kleine Dörfchen wohl zu seinem Namen kam?!

Hat es mal ein großes Wunder gegeben?

(das man heute vielleicht wissenschaftlich erklären könnte)

Oder haben sich die Bewohner über viele kleine Wunder gewundert?

Haben sie mittlerweile auch aufgehört, sich zu wundern?!

Wundersdorf

wunderbar!

Ich gestehe, manchmal wundert mich das eine oder andere auch nicht

und ich spüre dabei Sarkasmus und Zynismus, meine Abgrenzung –

Je mehr ich mein Leben vom Resonanz und vom Unverfügbarkeit Geschehen prägen lasse,

umso öfter wundere ich mich –

Das ist wirklich ein schönes Gefühl

Nichts ist selbstverständlich

Was für ein Glück,

mit Menschen, mit Musik, mit Natur, …  in Berührung zu sein,

mich von einem Ortsschild anrufen zu lassen….

Anverwandlung

Wunderbar ist unser Leben, gerade weil es unverfügbar ist.

Martin Knöferl

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