Heilsames Zeichen

Kreuz

Heilsames Zeichen

Heilsames Zeichen 1920 2560 Georg Fetsch

Nach der Urlaubszeit leben Viele nun wieder in hektischen Zeiten. Oft folgt Termin auf Termin. Auch das muss ich noch erledigen. Hier liegt noch was brach.

Diese Aufgabe will abgeschlossen sein. Bei so einer Hektik vergisst man allzu leicht, worauf es im Leben wirklich ankommt:

Besonnenheit, realistischer Blick, Offenheit für das Außergewöhnliche. Was bedeutet das?

Leben ist nicht nur ein Abhaken von Terminen; Leben will bewusst gelebt sein. Was unweigerlich auch zum Leben gehört, ist der Tod.

Da helfen keine Scheuklappen, kein Verdrängen. Daran erinnert das Kreuz. Doch trotzdem ist es auch ein zutiefst heilsames Zeichen.

Es sagt: Zum Leben gehört zwar der Tod, aber im Tod ist das Leben.

Das ist die Botschaft des Kreuzes auch am Fest Kreuzerhöhung, das wir in jedem Jahr Mitte September (14.09.) feiern.

Somit hat das Kreuz seinen Platz – im Kirchenjahr und in meiner persönlichen Existenz.

Es ist ein Zeichen, das Menschen aufrütteln und aus dem Alltagstrott herausholen kann. Darum lohnt sich der Blick auf das Kreuz!

Nahe Hörzhausen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen entdeckte ich bei einer Autofahrt ein besonderes Feldkreuz des Künstlers Martin Knöferl.

Es ist so anders, als man es für gewöhnlich in unserer Heimat findet.

Auf dem Grünstreifen zwischen der Fahrbahn und einem parallel dazu verlaufenden Feldweg ist ein kleiner Gebetsort eingerichtet,

mit niedrigen Buchsbaumhecken, einer Sitzgelegenheit und dem Kreuz.

Zusammengefügt aus dünnen Stahlelementen ragt es in den Himmel empor.

Der dunkle Anstrich der Konstruktion hebt sich kontrastreich von der Umgebung ab.

Durch die umrisshafte Gestaltung erhält das Kreuz eine Leichtigkeit.

Am Kreuzpunkt von Längs- und Querbalken ist eine große Scheibe aus gelbem Glas befestigt.

Sie lässt das Sonnenlicht durchscheinen.

Licht bedeutet Leben. Das Licht besiegt die Dunkelheit.

Daran erinnert mich das Kreuz. Das Kreuz durchbricht die Routine.

So kommt es sicher nicht von ungefähr, dass mich dieses Kreuz zum Unterbrechen meiner Autofahrt bewegt hat.

Georg Fetsch

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