Was mich antreibt

Mühlrad

Was mich antreibt

Was mich antreibt 960 539 Ralf Gössl

„Die Mühle kann nicht mit dem Wasser mahlen, das vorübergeflossen ist“

Dieser Impuls aus England stand am Abend des 7. Mai im Stundenbuch Magnificat (Mai 2021, Seite 81). Natürlich braucht die Mühle das Wasser, das erst kommt. Trotzdem aber ist es gut und richtig, auch auf das Wasser zu schauen, das bereits vorübergeflossen ist.

Denn dieses Wasser hat die Mühle beeinflusst, angetrieben, mitgenommen, gehemmt, vielleicht sogar einmal zum Stillstand gebracht…

Was ist alles an ihr hängengeblieben? Was hat sie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt? Was hat sie angetrieben?
Und es ist sicher auch ganz besonders wichtig, auf das Wasser zu achten, das noch daherkommt. Schließlich soll dieses Wasser die Mühle in Bewegung halten.

Vielleicht kann man schon etwas aus dem Wasser fischen, was sich negativ auf die Mühle auswirken könnte? Oder muss man etwas an ihr vorbeileiten? Die Mühle ist ein Teil in einem größeren Prozess. Dabei hat sie aber eine wichtige Aufgabe.

Sie soll mahlen, damit lebensnotwendiges Brot gebacken werden kann. Das Bild der Mühle am Fluss lädt mich am Abend ein, auf diesen Tag zu schauen, der vorbeigeflossen ist.

Die Mühle lädt mich ein, auf den Fluss meines Lebens zu achten. Es ist ein Geschenk, mit dem Fluss des Lebens in Berührung zu sein.
Ich habe auch eine Berufung. In mir und durch mich darf etwas wirksam werden.

Was hält mich in Bewegung und treibt mich an? Was hindert mich oder ruft Stillstand hervor? Wo nehme ich Gott im Fluss meines Lebens wahr?

Ralf Gössl
Pfarrer in Rekonvaleszenz
E-Mail:

    Diese Webseite setzt sog. Cookies, hauptsächlich von Diensten Dritter. Lesen Sie dazu unsere Datenschutzerklärung. Mit dem Weiternutzen dieser Webseiten stimmen Sie dem Setzen dieser Cookies zu.
    Datenschutz