Würde
Woran wollen wir uns orientieren bei dem,
was wir denken, sagen und tun?
An dem, was wir vorfinden,
weil es sich in dieser Weise bisher so entwickelt hat
oder an dem, wie es sein müsste,
damit das, was uns als Menschen ausmacht,
bewahren und weiterentwickeln können?
Die Ansammlung von immer mehr Wissen
hat uns bei der Suche nach Antworten auf diese wichtige Frage nicht so recht weitergebracht.
Wir wissen längst, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann.
Aber auch wenn dieses Wissen nicht einfach nur von anderen übernommen,
sondern durch Nachdenken aus einer eigenen Erkenntnis gewonnen wird,
hat das, was wir dann erkannt haben,
meist keine unmittelbare Auswirkung auf unser Handeln.
Wie viele Menschen haben erkannt, dass so vieles, was sie tun,
nicht dazu beiträgt, gesund zu bleiben, glücklich zu werden
und ihre Talente und Begabungen zu entfalten!
Aber etwas erkannt zu haben, heißt nicht, dass es uns auch wirklich berührt.
Und wenn es uns nicht berührt, ändert sich auch nichts…
So wünsche ich Dir viele berührende Momente,
die dazu beitragen gesund zu bleiben oder zu werden,
glückliche Momente nicht zu übersehen,
die Wirksamkeit Deiner Talente und Begabungen wahrnehmen zu können
und vielleicht gibt es auch ein wenig Zeit,
das Buch „Würde“, Pantheon-Verlag von Gerald Hüther,
aus dem der Eingangstext, S. 12 entnommen ist, zu lesen.
Martin Knöferl
Grafik: Christine Euba