Vom Wort

Vom Wort

Vom Wort 510 340 Martin Knöferl

„Wilhelm von Humboldt sagte einst, in jeder Sprache liege „eine eigenthümliche Weltsicht“. Wenn dem so ist, wie sehr unterscheidet, sich dann die Weltsicht von einer Sprache zur anderen?“
Dieser Frage geht Kübra Gümüsay in ihrem Buch „Sprache und Sein“ erschienen im Hanser Verlag nach.

Dieses Buch habe ich mit dem Hinweis, dass mir doch Worte und Sprache so bedeutsam seien, geschenkt bekommen.
Der eingangs zitierte Satz ist in darin auf Seite 13 zu finden.
Auf der Einbandrückseite steht eine Resonanz von Hatice Akyün:
„Dieses Buch ist wunderbar dafür geeignet, Sprache von der Zunge ins Ohr und über das Herz in den Verstand zu bringen“

Worte, von der Zunge ins Ohr, über das Herz in den Verstand
und dann hoffentlich vom Verstand ins Herz und dann auf die Zunge, Worte, die Leben begünstigen.

Ja, Worte schaffen Wirklichkeit.

 

Prognostizieren, optimieren, evaluieren, effektiver werden, funktionieren, rentieren, alles in der Hoffnung mit mehr Weltreichweite glücklicher zu werden.
Diese Worte beschreiben eine Wirklichkeit die Hartmut Rosa in seinem Buch Unverfügbarkeit als Aggressionsmodus bezeichnet, eine Wirklichkeit, die durchaus ihre Berechtigung und Notwenigkeit in bestimmten Bereichen des Lebens hat und auch in diesen angefragt werden kann.

Angerufen sein, angeregt sein, wirksam werden, im resonanten Kontakt Anverwandlung spüren, in der Unverfügbarkeit, Freude und Dankbarkeit erleben…..so beschreibt Rosa den Resonanzmodus.

„Weiß ich schon!“ werden manche denken, aber wissen hilft nicht wirklich viel weiter, es geht wohl eher um wahrnehmen, um spüren, um einüben.

Nur weil es Unverfügbares gibt, wird Wunderbares möglich.

 

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