beschenkt

Hl. Dreikönige St Martin Hörzhausen

beschenkt

beschenkt 2560 1920 Martin Knöferl

Im Wahrnehmen der Situation hat sich in Hörzhausen in den vergangenen 1 ½ Jahren der „SeelenZeitRaum“, eine Gottesdienstform, die von Musik und einigen Impulsen geprägt ist, entwickelt.

An Hl. Dreikönig hat das Ensemble „Herztöne“ um BDKJ Jugendpfarrer Dominik Zitzler das Thema „beschenkt“ eingebracht.

Die Sterndeuter bringen Gold, Weihrauch und Mhyrre – bringen ihre Schätze dem Kind in der Krippe.

Welche Schätze bringe ich dem menschgewordenen Gott? Wir feiern heute einen SeelenZeitRaum.

Wären das nicht drei vortreffliche Gaben, die wir bringen könnten: Unsere Seele? Unsere Zeit? Unseren Lebens-Raum?

 

Kind in der Krippe, ich bringe dir heute meine Seele.

Seele – das hebräische Wort dafür heißt „nefesch“ und meint: Lebensatem, Lebenskraft, Lebensenergie –

mein ganzes Menschsein mit allen Bedürfnissen, Wünschen, Hoffnungen, Enttäuschungen.

Gott, ich schenke dir meine Seele – mein ganzes Sein und Wesen. Du bist kein Seelenfänger und ich kann sie dir auch nicht verkaufen, nur schenken.

Bei dir ist mein Leben gut aufgehoben. Ich lege mein Bedürfnisse, Wünsche, Hoffnungen und Enttäuschungen in deine Krippe –

sie ist der Ort, an dem ich heute Ruhe finde für meine Seele.

Kind in der Krippe, ich bringe dir heute meine Zeit.

Ich darf gar nicht an morgen denken – was da wieder alles los ist, was ich schon längst alles hätte erledigen sollen.

Irgendwie werde ich nie fertig. Aber heute, heute nehme ich mir Zeit für dich Gott – ich schenke dir Zeit.

Nicht, weil du sie unbedingt brauchen würdest, sondern weil du meine Zeit erfüllst –

mit deiner Stille, mit deinem Licht, mit deiner Kraft mit deiner Liebe!

Es ist wirklich Zeit, dass ich mir Zeit nehme – für dich, mein Herr und mein Gott!

Kind in der Krippe, ich bringe dir heute den Raum meines Lebens.

Gott wird Mensch und braucht wie alle Menschen Lebens-Raum.

Du kannst bei mir leben Gott, du kannst bei mir einziehen und Raum nehmen in meinem Alltag. Ich schenke dir bei mir Lebensraum.

Damit du, Gott wirklich zur Welt kommen kannst, brauchst du einen Ort –

brauchst du Menschen, die dir einen Ort sichern in dieser Welt im eigenen Raum ihres Lebens.

So ein Mensch möchte ich heute sein, Raumgeber für dich.

Damit durch mich DEIN Leben immer mehr Platz nimmt in dieser Welt.

Die Sterndeuter gehen „auf einem anderen Weg“ zurück –

d.h. sie gehen anders zurück, verwandelt, verändert, berührt von der göttlichen Liebe.

Sie, die dem Kind in der Krippe ihre Schätze schenken, gehen als die in Wahrheit beschenkten zurück.

Kind in der Krippe, ich schenke dir meine Seele, meine Zeit, Raum in meinem Leben.

Dadurch verliere ich nichts, sondern werde so unendlich reich beschenkt von dir.

Kind in der Krippe, wer dir begegnet, der wird verwandelt und verändert, der wird zum Beschenkten, zur Beschenkten.

Unser Leben wird reicher durch den Glauben, dass du, Gott Mensch wirst –

reicher durch die Hoffnung, dass wir selber menschlicher werden –

reicher durch Gottes Liebe –

ein Geschenk, das umso größer wird, je großherziger wir es weitergeben.

Martin Knöferl

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