Zurück von den Resonanztagen „Die Farben des Lichts.“
Chartres
Viel Zeit – ich kann das Labyrinth begehen.
Zweimal
Einmal mit ziemlich vielen Menschen.
Einmal ziemlich allein.
In Berührung mit Gedanken und Gefühlen.
Dann beobachte ich die anderen Menschen.
Eine junge Frau fällt mir auf –
Ganz ruhig geht sie –
ihre wechselnden und wiederkehrenden Gesten
wirken auf mich so, als ob sie
ganz bei sich,
ganz offen für das, was auf sie zukommt
und ganz offen ist, für das, was über sie hinaus geht.
Als sie das Labyrinth verlässt macht sie ein Kreuzzeichen.
Und in mir steigt eine überraschende Zuversicht auf.
Martin Knöferl